Erklärung 01
Erfolg vorher festlegen
Ein Würfel hat sechs Augenzahlen und kann trotzdem ein Bernoulli-Experiment liefern: Lege etwa „gerade Augenzahl“ als Erfolg fest, alle anderen als Misserfolg. Die Bezeichnungen bedeuten keine persönliche Bewertung. Das Erfolgsereignis und sein Gegenereignis müssen sich ausschließen und gemeinsam alle möglichen Ergebnisse abdecken.
Prüfe Voraussetzungen und übersetze die Frage in ein Ereignis.
Rechne mit exakten Werten und benenne die Bedeutung des Ergebnisses.
So geht es am Beispiel
Ein fairer Würfel wird einmal geworfen. Erfolg bedeutet gerade Augenzahl. Bestimme beide Ereignisse und p.
Erfolg:2,4,6. Misserfolg:1,3,5.
So geht es am Beispiel
Definiere stattdessen mindestens 5 Augen als Erfolg.
Erfolg:5,6. Misserfolg:1,2,3,4.
Erklärung 02
Als Null-Eins-Variable darstellen
Der Indikator Yeines Erfolgs nimmt 1 bei Erfolg und 0 bei Misserfolg an. Seine Bernoulli-Verteilung wird im vorhandenen Thema Bernoulliverteilung genauer behandelt. Ein einzelnes Bernoulli-Experiment braucht noch keine Annahme über Unabhängigkeit von weiteren Versuchen; diese Frage entsteht erst bei einer Folge von Versuchen.
Prüfe Voraussetzungen und übersetze die Frage in ein Ereignis.
Rechne mit exakten Werten und benenne die Bedeutung des Ergebnisses.
Erklärung 03
Vom Einzelversuch zur Trefferzahl
Wiederholst du eine feste Anzahl nvon Bernoulli-Versuchen unabhängig mit derselben Trefferwahrscheinlichkeit, ist die Summe der Indikatoren binomialverteilt. Wiederholung allein garantiert diese Bedingungen nicht. Beim Ziehen ohne Zurücklegen ändern sich meist die Zusammensetzung der Urne und damit die bedingten Trefferwahrscheinlichkeiten. Die allgemeinen Pfad- und Summenregeln behandelt Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Prüfe Voraussetzungen und übersetze die Frage in ein Ereignis.
Rechne mit exakten Werten und benenne die Bedeutung des Ergebnisses.
So geht es am Beispiel
Zweimal wird unabhängig ein fairer Würfel geworfen; gerade Augenzahl ist Erfolg. Berechne genau einen Erfolg.
Jetzt bist du dran
Aufgaben & Lösungen
Rechne zuerst selbst. Nutze den Platz für deinen Rechenweg und vergleiche anschließend mit der Lösung.
Aufgabe 1Bernoulli Experiment · EinstiegEin fairer Würfel wird einmal geworfen. Erfolg bedeutet mindestens 5 Augen. Nenne die Erfolgsmenge und ihre Wahrscheinlichkeit.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Die Erfolgsmenge ist{5,6}.
Ergebnisse & Teilantworten
- Erfolgsmenge
- Erfolgswahrscheinlichkeit
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 2Bernoulli Experiment · EinstiegFür ein Bernoulli-Experiment gilt p=0,3. Berechne die Misserfolgswahrscheinlichkeit.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Misserfolgswahrscheinlichkeit
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 3Bernoulli Experiment · StandardDer Indikator Ysteht für Erfolg „mindestens 5 Augen“. Welchen Wert hat Ybei einer gewürfelten 4 und bei einer 6?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
4 ist Misserfolg und erhält 0;6 ist Erfolg und erhält 1.
Ergebnisse & Teilantworten
- Ybei4
- Ybei6
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 4Bernoulli Experiment · StandardBeschrifte den vorbereiteten Einzelbaum für Erfolg „mindestens 5 Augen“ beim fairen Würfel. Eund Nsind gegeben; ergänze beide Astwahrscheinlichkeiten.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Beschrifteter Einzelbaum
Du kannst auf Papier arbeiten oder deine Zeichnung in Worten beschreiben.
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Erklärung
- Schritt 2 · Erklärung
Die Wahrscheinlichkeiten der beiden ausgehenden Äste summieren sich zu 1.
Ergebnis
- Beschrifteter Einzelbaum
- Schritt 1 · Erklärung
Aufgabe 5Bernoulli Experiment · TransferEine Urne enthält 2 rote und 2 blaue Kugeln. Zweimal wird ohne Zurücklegen gezogen, Rot zählt als Erfolg. Warum ist die Trefferzahl im Allgemeinen nicht B(2,0,5)-verteilt?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Nach einer roten Kugel beträgt die Wahrscheinlichkeit für Rot beim zweiten Zug 1/3, nach einer blauen 2/3. Die Versuche sind nicht unabhängig mit konstanten bedingten Wahrscheinlichkeiten.
Ergebnis
- Fehlende Voraussetzung
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 6Bernoulli Experiment · TransferZwei unabhängige Bernoulli-Versuche haben jeweils p=0,5. Berechne die Wahrscheinlichkeit für genau einen Erfolg.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Wahrscheinlichkeit
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Selbstcheck
Das kann ich jetzt
- Ich lese Titel, Achsen, Einheiten und Legende.
- Ich zeichne proportional zur angegebenen Skala.
- Ich begründe Aussagen mit den dargestellten Daten.
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