Erklärung 01
Wann passt das Binomialmodell?
Jeder Versuch wird in Treffer und Nichttreffer eingeteilt. Die Anzahl n steht vorher fest, die Versuche sind unabhängig und die Trefferwahrscheinlichkeit p bleibt gleich. Die Zufallsgröße X zählt Treffer, nicht ihre Reihenfolge. Ein einzelner Versuch wird im Thema Bernoulli-Experiment vertieft. Beobachtete relative Häufigkeiten beschreiben Daten; die Binomialverteilung ist dagegen ein Wahrscheinlichkeitsmodell. Ziehen ohne Zurücklegen aus einer endlichen Urne erfüllt die Bedingungen im Allgemeinen nicht.
Prüfe Voraussetzungen und übersetze die Frage in ein Ereignis.
Rechne mit exakten Werten und benenne die Bedeutung des Ergebnisses.
Erklärung 02
Genau k Treffer
Ein bestimmter Pfad mit k Treffern enthält k Faktoren p und n−k Faktoren 1−p. Der Binomialkoeffizient zählt die möglichen Trefferpositionen. Alle diese Pfade haben im Modell dieselbe Wahrscheinlichkeit; die Positionen sind aber verschiedene Versuchsausgänge. Die Formel gilt hier für 0<p<1. Bei p=0 sind immer 0 Treffer, bei p=1 immer nTreffer zu erwarten.
Prüfe Voraussetzungen und übersetze die Frage in ein Ereignis.
Rechne mit exakten Werten und benenne die Bedeutung des Ergebnisses.
So geht es am Beispiel
Vier unabhängige faire Münzwürfe: Treffer bedeutet Kopf. Berechne genau zwei Treffer.
So geht es am Beispiel
Eigenes Inspektionsmodell: Jedes von 5 Autos ist unabhängig mit Wahrscheinlichkeit 0,2 fehlerhaft. Wie wahrscheinlich ist genau ein fehlerhaftes Auto?
Unabhängigkeit und konstante Fehlerwahrscheinlichkeit sind Modellannahmen; eine reale Produktion muss darauf geprüft werden.
So geht es am Beispiel
Bei 3 unabhängigen Würfen eines fairen Würfels gilt eine Sechs als Treffer. Berechne genau eine Sechs.
Erklärung 03
Höchstens, mindestens und Rechnerfunktionen
Die kumulierte Wahrscheinlichkeit addiert alle Trefferzahlen bis einschließlich einer Grenze. Mindestens k bedeutet das Gegenereignis zu höchstens k−1. Rechnerbezeichnungen wie binomPdf stehen häufig für die Einzelwahrscheinlichkeit, binomCdf für die kumulierte Wahrscheinlichkeit. Pdf bedeutet hier trotz des Namens keine stetige Dichte. Eingabereihenfolge und Namen sind geräteabhängig; prüfe die Funktionsbeschreibung statt ein fremdes Tastenschema zu übernehmen.
Prüfe Voraussetzungen und übersetze die Frage in ein Ereignis.
Rechne mit exakten Werten und benenne die Bedeutung des Ergebnisses.
So geht es am Beispiel
Berechne für die Wahrscheinlichkeit für höchstens einen Treffer.
In einer passenden Rechnerfunktion entspricht dies einer kumulierten Abfrage mit n=4,p=0,5 und oberer Grenze 1, nicht einer Einzelabfrage für 1.
Erklärung 04
Erwartungswert und Streuung
Der Erwartungswert ist die langfristige durchschnittliche Trefferzahl, keine garantierte ganzzahlige Beobachtung. Die Varianz und ihre Wurzel beschreiben die Streuung des Modells. Es handelt sich nicht um die korrigierte Varianzschätzung einer Datenstichprobe. Zum Rechnen mit der Auswahlzahl führt das Thema Binomialkoeffizient weiter.
Prüfe Voraussetzungen und übersetze die Frage in ein Ereignis.
Rechne mit exakten Werten und benenne die Bedeutung des Ergebnisses.
So geht es am Beispiel
Bestimme die Momente von .
Jetzt bist du dran
Aufgaben & Lösungen
Rechne zuerst selbst. Nutze den Platz für deinen Rechenweg und vergleiche anschließend mit der Lösung.
Aufgabe 1Binomialverteilung · EinstiegVier unabhängige faire Münzwürfe werden durchgeführt; Kopf zählt als Treffer. Nenne n,pund die möglichen Trefferzahlen.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Es gibt vier Versuche mit jeweils Trefferwahrscheinlichkeit ein Halb. X zählt von 0 bis 4.
Ergebnisse & Teilantworten
- Anzahl n
- Trefferwahrscheinlichkeit p
- Mögliche Trefferzahlen
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 2Binomialverteilung · EinstiegBerechne für genau zwei Treffer.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Wahrscheinlichkeit
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 3Binomialverteilung · StandardBerechne im selben Modell höchstens einen Treffer.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Wahrscheinlichkeit
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 4Binomialverteilung · StandardBerechne im selben Modell mindestens einen Treffer.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Wahrscheinlichkeit
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 5Binomialverteilung · TransferZeichne für die Einzelwahrscheinlichkeiten als getrennte Säulen in die Vorlage. Die Wahrscheinlichkeiten für 0,1,2,3 Treffer sind 1/8,3/8,3/8,1/8.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Verteilungsdiagramm
Du kannst auf Papier arbeiten oder deine Zeichnung in Worten beschreiben.
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Erklärung
Die Säulen stehen über den vier ganzzahligen Trefferzahlen; die mittleren beiden erreichen 0,375, die äußeren 0,125. Ihre Wahrscheinlichkeiten summieren sich zu 1.
Ergebnis
- Verteilungsdiagramm
- Schritt 1 · Erklärung
Aufgabe 6Binomialverteilung · TransferBestimme Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung von .Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnisse & Teilantworten
- Erwartungswert
- Varianz
- Standardabweichung exakt
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Selbstcheck
Das kann ich jetzt
- Ich lese Titel, Achsen, Einheiten und Legende.
- Ich zeichne proportional zur angegebenen Skala.
- Ich begründe Aussagen mit den dargestellten Daten.
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