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Diagramme · Erklären & üben

Diagramm

Ein Diagramm macht Daten vergleichbar. Du wählst eine passende Darstellung, liest Skalen und erkennst, welche Aussagen sich aus den Daten tatsächlich ergeben.

Erklärung 01

Zuerst die Darstellung entschlüsseln

Lies Titel, Zeitraum, Grundgesamtheit und Einheiten. Prüfe dann, was die Achsen, Farben oder Flächen bedeuten. Eine auffällige Darstellung beweist keine Ursache. Die folgenden Werte sind eigene Übungsdaten einer kleinen Befragung.

  1. Lies die Skala vor dem Vergleichen.

  2. Unterscheide Anzahl, Anteil und Veränderung.

Eine Aussage braucht einen Bezug zu den dargestellten Daten.

Bücherzahlen und Personenhäufigkeiten einer eigenen Befragung.

So geht es am Beispiel

Im Diagramm stehen die Bücherzahlen 0,1,2,3 für 2,4,3,1 Personen. Wie viele Personen wurden befragt?

n=2+4+3+1=10\mathsf{n=2+4+3+1=10}

Die höchste Säule gehört zur Bücherzahl 1; diese Angabe ist am häufigsten.

Ergebnis

Es sind 10 Personen; am häufigsten ist 1 Buch.

Erklärung 02

Welche Diagrammart passt?

Balken und Säulen vergleichen Kategorien; ihre Längen beziehungsweise Höhen stehen für die Werte. Ein Kreis zeigt nicht überlappende Teile eines gemeinsamen Ganzen. Ein Kurvendiagramm verbindet sinnvoll geordnete Messpunkte, häufig über die Zeit. Histogramme zeigen quantitative Klassen über Flächen, Boxplots fassen Lage und Streuung zusammen. Diese beiden Formen werden in eigenen Themen behandelt.

  1. Kategorien vergleichen: Balken oder Säulen.

  2. Zusammensetzung zeigen: Kreis bei gemeinsamer Gesamtmenge.

  3. Zeitlichen Verlauf zeigen: Kurve mit proportionaler Zeitachse.

Die Fragestellung bestimmt die Diagrammart.

Erklärung 03

Mittelwert, Median und Modus unterscheiden

Der Mittelwert ist Summe durch Anzahl und kann von großen Einzelwerten stark beeinflusst werden. Für den Median sortierst du numerische Werte: Bei ungerader Anzahl nimmst du den mittleren; bei gerader Anzahl den Mittelwert der beiden mittleren. Der Modalwert oder Modus ist der häufigste Wert und funktioniert auch für reine Kategorien. Mittelwert und Median sind deshalb nicht bei jeder Art von Daten sinnvoll. Ausführlichere Rechenübungen bieten die Themen Arithmetisches Mittel und Median.

  1. Sortiere vor dem Median.

  2. Zähle die Häufigkeiten für den Modus.

  3. Berechne den Mittelwert nur bei passenden numerischen Größen.

xˉ=x1+⋯+xnn\mathsf{\bar x=\frac{x_1+\cdots+x_n}{n}}

So geht es am Beispiel

Vergleiche die Lagemaße der Daten 1,2,2,4,11.

xˉ=1+2+2+4+115=4\mathsf{\bar x=\frac{1+2+2+4+11}{5}=4}

Der mittlere der fünf sortierten Werte ist 2. Auch der häufigste Wert ist 2.

Ergebnis

Mittelwert 4, Median 2 und Modus 2 unterscheiden die Lage auf verschiedene Weise.

So geht es am Beispiel

Bestimme den Median der Werte 1,2,4,9.

Median⁡=2+42=3\mathsf{\operatorname{\textsf{Median}}=\frac{2+4}{2}=3}

Ergebnis

Bei gerader Anzahl liegt der Median hier zwischen zwei beobachteten Werten.

Erklärung 04

Ein oder mehrere häufigste Werte

Ein Modalwert ist ein Wert mit maximaler Häufigkeit. Zwei verschiedene gleich hohe höchste Säulen bedeuten zwei Modalwerte; Mittelwert oder Mitte der beiden ist kein Ersatz. In der Datenliste 1,1,2,4,4 gibt es entsprechend die beiden Modalwerte 1 und 4. Wenn alle Werte gleich oft vorkommen, existiert kein eindeutig häufigster Wert. Nicht die Höhe der Säule, sondern ihre Kategorie oder ihr x-Wert ist der Modus.

  1. Finde die maximale Häufigkeit.

  2. Nenne alle Werte, die diese Häufigkeit erreichen.

Ein Diagramm kann mehrere Modalwerte zeigen.

Bimodale Bücherverteilung mit gleich hohen Spitzen bei0 und2.

So geht es am Beispiel

Lies die Modalwerte aus der zweiten Grafik mit Häufigkeiten 4,1,4,1 für 0,1,2,3 Bücher ab.

Die maximale Häufigkeit 4 wird bei den Bücherzahlen 0 und 2 erreicht.

Ergebnis

Die Verteilung ist bimodal:0 und 2 Bücher sind die Modalwerte.

Jetzt bist du dran

Aufgaben & Lösungen

Rechne zuerst selbst. Nutze den Platz für deinen Rechenweg und vergleiche anschließend mit der Lösung.

  1. Aufgabe 1Diagramm · EinstiegIn einer Befragung entfallen auf 0,1,2,3 Bücher die Häufigkeiten 2,4,3,1. Berechne die Gesamtzahl und nenne den Modalwert.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      n=2+4+3+1=10\mathsf{n=2+4+3+1=10}
    2. Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg

      Die größte Häufigkeit ist 4 und gehört zu 1 Buch.

    Ergebnisse & Teilantworten

    1. Gesamtzahl10\mathsf{10}
    2. Modalwert in Büchern1\mathsf{1}
  2. Aufgabe 2Diagramm · EinstiegDu möchtest die Temperatur eines Tages zu verschiedenen Uhrzeiten darstellen. Welche Diagrammart ist passend und warum?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg

      Die Zeitpunkte sind geordnet. Ein Kurvendiagramm kann den Verlauf mit proportionalen Zeitabständen sichtbar machen.

    Ergebnis

    1. Wahl mit BegründungKurvendiagramm; sinnvoll geordneter zeitlicher Verlauf.
  3. Aufgabe 3Diagramm · StandardBestimme den Median der Werte 7,2,5,2,9.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg

      Sortiert:2,2,5,7,9. Der dritte Wert ist die Mitte.

    Ergebnis

    1. Median5\mathsf{5}
  4. Aufgabe 4Diagramm · StandardBestimme Mittelwert und Median von 2,4,6,12.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      xˉ=2+4+6+124=6\mathsf{\bar x=\frac{2+4+6+12}{4}=6}
      Median⁡=4+62=5\mathsf{\operatorname{\textsf{Median}}=\frac{4+6}{2}=5}

    Ergebnisse & Teilantworten

    1. Mittelwert6\mathsf{6}
    2. Median5\mathsf{5}
  5. Aufgabe 5Diagramm · TransferZeichne ein Säulendiagramm in die Vorlage.0 Bücher wurden von 3 Personen,1 Buch von 5 Personen und 2 Bücher von 2 Personen genannt. Beschrifte die Säulenwerte.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen

    Säulendiagramm

    Vorbereitete Darstellung für die Zeichenaufgabe.

    Du kannst auf Papier arbeiten oder deine Zeichnung in Worten beschreiben.

    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Erklärung

      Die Säulen stehen über 0,1,2 und reichen auf der Anzahlachse bis 3,5,2. Die Basis bleibt bei null.

    Ergebnis

    1. SäulendiagrammSäulenhöhen 3,5,2 mit Wertbeschriftung.
  6. Aufgabe 6Diagramm · TransferDie Bücherzahlen 0,1,2,3 haben die Häufigkeiten 4,1,4,1. Nenne alle Modalwerte. Warum wäre 1 als einziger Modus falsch?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg

      0 und 2 haben jeweils die maximale Häufigkeit 4. Die Mitte dieser beiden Werte ist nicht automatisch ein beobachteter Häufigkeitsschwerpunkt.

    Ergebnisse & Teilantworten

    1. Modalwerte0 und 2
    2. BegründungDer Modus ist der häufigste Wert, nicht der Mittelwert zweier Spitzen.

Selbstcheck

Das kann ich jetzt

  • Ich lese Titel, Achsen, Einheiten und Legende.
  • Ich zeichne proportional zur angegebenen Skala.
  • Ich begründe Aussagen mit den dargestellten Daten.

AT Academy · Version 2026-10-21

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