Erklärung 01
Erlaubte Eingaben und erreichte Ausgaben
Der Definitionsbereich D enthält die Eingaben x. Der Wertebereich lautet . Er enthält die erreichten y-Werte, jeden nur einmal.
Eine vorgegebene Zielmenge kann größer als W sein. Wenn etwa eine Funktion reelle Werte liefern soll, bedeutet das nicht, dass sie jede reelle Zahl tatsächlich erreicht.
So geht es am Beispiel
Gegeben ist f(x) = x² mit D = {−2; −1; 0; 1; 2}.
Doppelte Ausgaben werden in einer Menge nur einmal notiert.
Erklärung 02
Der Definitionsbereich verändert die Antwort
Für f(x) = x² auf ℝ gilt x² ≥ 0, und jeder nichtnegative Wert y wird durch x = √y erreicht. Deshalb ist .
Beschränken wir dieselbe Funktion auf [1; 3], werden nur die Werte von 1 bis 9 erreicht. Wegen der Stetigkeit und des strengen Steigens auf diesem Intervall gibt es dazwischen keine Lücken.
So geht es am Beispiel
Bestimme W für f(x) = x² auf D = [−1; 2].
Das kleinste Quadrat ist 0; x = 0 liegt im Definitionsbereich.
Für alle x aus D ist |x| ≤ 2, also x² ≤ 4. Der Wert 4 wird bei x = 2 erreicht.
Bereits x von 0 bis 2 liefert stetig alle Werte von 0 bis 4.
Erklärung 03
Offene und geschlossene Ränder
Eine eckige Klammer bedeutet: Der Randwert gehört dazu. Eine runde Klammer bedeutet: Er gehört nicht dazu. Bei ±∞ steht immer eine runde Klammer, da Unendlich keine angenommene reelle Zahl ist.
Entscheidend ist, ob der y-Wert irgendwo erreicht wird. Ein ausgeschlossener x-Rand muss nicht zu einem ausgeschlossenen y-Rand führen, wenn ein anderer zulässiger x-Wert dieselbe Ausgabe liefert.
So geht es am Beispiel
Bestimme W für f(x) = 2x+1 auf D = (0; 3].
Die Funktion steigt streng. Für x > 0 gilt 2x+1 > 1; der Wert 1 wird nicht erreicht.
— der obere Rand wird erreicht.
Alle Werte zwischen 1 und 7 werden angenommen.
Erklärung 04
Verschobene Parabeln und Wurzeln
Bei f(x) = (x−2)²−3 auf ℝ ist der quadratische Teil immer nichtnegativ. Das Minimum −3 wird bei x = 2 erreicht. Alle größeren Werte sind möglich.
Bei g(x) = √x mit D = [0; ∞) ist jede Ausgabe nichtnegativ. Für jedes y ≥ 0 liefert x = y² genau diese Ausgabe.
So geht es am Beispiel
Bestimme W für f(x) = (x−2)²−3 auf ℝ.
Für jedes y ≥ −3 ist x = 2 + √(y+3) eine zulässige Eingabe.
Erklärung 05
Ausgeschlossene Werte begründen
Für h(x) = 1/x mit D = ℝ ohne 0 ist die Ausgabe 0 unmöglich: Ein Bruch mit Zähler 1 kann nicht 0 sein. Jede andere Ausgabe y wird durch x = 1/y erreicht.
Eine endliche Wertetabelle zeigt nur ausgewählte Ausgaben. Sie beweist bei einem unendlichen Definitionsbereich nicht, dass es keine weiteren Werte gibt. Auch ein Graphenausschnitt zeigt möglicherweise nicht den ganzen Wertebereich.
Jetzt bist du dran
Aufgaben & Lösungen
Rechne zuerst selbst. Nutze den Platz für deinen Rechenweg und vergleiche anschließend mit der Lösung.
Aufgabe 1Wertebereich · EinstiegBestimme W für f(x) = 2x−1 mit D = {−1; 0; 2}.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 2Wertebereich · EinstiegBestimme und begründe W für f(x) = x²+2 auf ℝ.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
- Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg
Jeder Wert y ≥ 2 wird bei x = √(y−2) erreicht.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 3Wertebereich · StandardBestimme W für f(x) = −x²+4 auf D = [−2; 1].Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Im Intervall gilt 0 ≤ x² ≤ 4.
- Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg
Auf [−2; 0] werden stetig alle Zwischenwerte erreicht.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 4Wertebereich · StandardBestimme W für f(x) = 3x−2 auf D = (1; 4).Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Die Funktion steigt streng.
- Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg
Beide Randstellen sind ausgeschlossen; die Randwerte werden sonst nirgends erreicht.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 5Wertebereich · StandardBestimme W für f(x) = x² auf D = (−2; 2]. Erkläre, ob 4 dazugehört.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
0 wird bei x = 0 erreicht.
- Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg
Obwohl −2 ausgeschlossen ist, ist 2 erlaubt. Alle Werte zwischen 0 und 4 treten auf.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 6Wertebereich · StandardBestimme W für f(x) = √x auf D = [0; 9).Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Die Wurzel steigt streng und liefert nichtnegative Werte.
- Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg
Für x < 9 ist √x < 3. Jeder Wert y mit 0 ≤ y < 3 entsteht bei x = y².
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 7Wertebereich · StandardBestimme W für f(x) = 1/x auf D = (0; ∞).Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Alle Ausgaben sind positiv.
- Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg
Für jedes y > 0 ist x = 1/y positiv und liefert f(x) = y. Der Wert 0 wird nicht erreicht.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 8Wertebereich · VertiefungEine Tabelle zu x² auf ℝ enthält nur die Eingaben −1, 0 und 1. Eine Person nennt {0; 1} als Wertebereich. Korrigiere.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Die Tabelle enthält nur eine Auswahl der erlaubten Eingaben.
- Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg
— bereits ein fehlender Wert.
- Schritt 3 · Rechnung / Rechenweg
Alle nichtnegativen Werte sind erreichbar.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 9Wertebereich · VertiefungBestimme W für f(x) = 5 auf D = [−10; 10].Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Jede erlaubte Eingabe hat dieselbe Ausgabe 5. Andere Ausgaben entstehen nicht.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Selbstcheck
Das kann ich jetzt
- Ich nenne zuerst den Definitionsbereich.
- Ich begründe sowohl ausgeschlossene als auch erreichte Werte.
- Ich prüfe die Zugehörigkeit jedes endlichen Randwerts.
AT Academy · Version 2026-10-21
