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Streuung · Erklären & üben

z Standardisierung

Ein z-Wert beschreibt die Lage eines Werts in Einheiten der Standardabweichung. Du standardisierst Grenzen, deutest Vorzeichen und unterscheidest Standardisierung von Normalverteilung.

Erklärung 01

Mitte abziehen und durch Streuung teilen

Für einen bekannten Mittelwert und eine positive Standardabweichung ziehst du zuerst die Mitte ab und teilst dann durch die Standardabweichung. Beide Größen müssen zur gleichen Einheit und zum gleichen Modell gehören. Bei Standardabweichung null ist diese Transformation nicht definiert.

  1. Benenne Datenart, Einheit und verwendete Konvention.

  2. Rechne ohne vorzeitiges Runden und deute das Ergebnis.

z=x−μσ(σ>0)\mathsf{z=\frac{x-\mu}{\sigma}\quad(\sigma>0)}

z-Achse mit standardisierten Lagewerten.

So geht es am Beispiel

Ein Wert 76 liegt in einem Modell mit Mittelwert 60 und Standardabweichung 8. Berechne z.

z=76−608=2\mathsf{z=\frac{76-60}{8}=2}

Ergebnis

Der Wert liegt zwei Standardabweichungen über der Mitte.

Erklärung 02

Vorzeichen und Rücktransformation

Ein negativer z-Wert liegt unter der Mitte, ein positiver darüber. Null entspricht dem Mittelwert. Aus z allein folgt ohne Verteilungsmodell keine bestimmte Wahrscheinlichkeit. Um in die ursprüngliche Einheit zurückzugehen, multiplizierst du mit der Standardabweichung und addierst den Mittelwert.

  1. Benenne Datenart, Einheit und verwendete Konvention.

  2. Rechne ohne vorzeitiges Runden und deute das Ergebnis.

x=μ+σz\mathsf{x=\mu+\sigma z}

So geht es am Beispiel

Welcher Originalwert entspricht z=−1,5 bei Mittelwert 50 und Standardabweichung 10?

x=50+10⋅(−1,5)=35\mathsf{x=50+10\cdot(-1{,}5)=35}

Ergebnis

Der Originalwert ist 35.

Erklärung 03

Standardisiert heißt nicht normalverteilt

Für eine Zufallsgröße mit endlicher positiver Varianz hat die standardisierte Variable Erwartungswert 0 und Varianz 1. Sie behält aber ihre Verteilungsform. Eine diskrete Variable bleibt diskret. Nur wenn die Ausgangsvariable normalverteilt ist, entsteht eine Standardnormalverteilung. Bei Datenlisten muss die Konvention konsistent bleiben: Standardisierst du mit der deskriptiven Standardabweichung, ist die deskriptive Varianz der z-Liste 1. Verwendest du die korrigierte Stichprobenstandardabweichung, ist die korrigierte Varianz der z-Liste 1, ihre deskriptive Varianz dagegen(n−1)/n. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung dazu behandelt Normalverteilung.

  1. Benenne Datenart, Einheit und verwendete Konvention.

  2. Rechne ohne vorzeitiges Runden und deute das Ergebnis.

E(Z)=0,Var⁡(Z)=1\mathsf{E(Z)=0,\qquad\operatorname{\textsf{Var}}(Z)=1}

Diskrete Zweipunktverteilung bleibt nach Standardisierung diskret.

So geht es am Beispiel

Xnimmt nur 1 und 3 mit gleicher Wahrscheinlichkeit an. Was geschieht beim Standardisieren?

μ=2,σ=1\mathsf{\mu=2,\quad\sigma=1}
Z∈{−1,1}\mathsf{Z\in\{-1,1\}}

Die Verteilung hat weiterhin nur zwei mögliche Werte. Sie ist trotz Mittelwert 0 und Varianz 1 nicht normalverteilt.

Ergebnis

Standardisierung ändert Lage und Maßstab, nicht die diskrete Form.

Jetzt bist du dran

Aufgaben & Lösungen

Rechne zuerst selbst. Nutze den Platz für deinen Rechenweg und vergleiche anschließend mit der Lösung.

  1. Aufgabe 1z Standardisierung · EinstiegStandardisiere x=85 bei Mittelwert 70 und Standardabweichung 5.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      z=85−705=3\mathsf{z=\frac{85-70}{5}=3}

    Ergebnis

    1. z-Wert3\mathsf{3}
  2. Aufgabe 2z Standardisierung · EinstiegStandardisiere x=40 bei Mittelwert 50 und Standardabweichung 10 und deute das Ergebnis.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      z=40−5010=−1\mathsf{z=\frac{40-50}{10}=-1}
    2. Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg

      Der Wert liegt eine Standardabweichung unter der Mitte.

    Ergebnisse & Teilantworten

    1. z-Wert−1\mathsf{-1}
    2. DeutungEine Standardabweichung unter dem Mittelwert.
  3. Aufgabe 3z Standardisierung · StandardWelcher Wert gehört zu z=1,5 bei Mittelwert 50 und Standardabweichung 10?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      x=50+10⋅1,5=65\mathsf{x=50+10\cdot1{,}5=65}

    Ergebnis

    1. Originalwert65\mathsf{65}
  4. Aufgabe 4z Standardisierung · StandardStandardisiere die Werte 40,50,65 bei Mittelwert 50 und Standardabweichung 10. Markiere und beschrifte ihre z-Werte auf der vorbereiteten Achse.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen

    Standardisierte Lagepunkte

    Vorbereitete Darstellung mit vorgegebenen Achsen oder Tabellenwerten.

    Du kannst auf Papier arbeiten oder deine Zeichnung in Worten beschreiben.

    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Erklärung
      z1=−1,z2=0,z3=1,5\mathsf{z_1=-1,\quad z_2=0,\quad z_3=1{,}5}

    Ergebnis

    1. Standardisierte LagepunktePunkte−1,0,1,5 mit korrekten Abständen auf der z-Achse.
  5. Aufgabe 5z Standardisierung · TransferVier Datenwerte werden mit ihrer korrigierten Stichprobenstandardabweichung standardisiert. Welche deskriptive Varianz hat die z-Liste?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      vn(z)=n−1n=34=0,75\mathsf{v_n(z)=\frac{n-1}{n}=\frac34=0{,}75}
    2. Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg

      Die korrigierte Varianz der z-Liste ist 1. Der Nennerwechsel erklärt die kleinere deskriptive Varianz.

    Ergebnis

    1. Deskriptive Varianz0,75\mathsf{0{,}75}
  6. Aufgabe 6z Standardisierung · TransferNach Standardisierung hat eine Variable Mittelwert 0 und Varianz 1. Darf automatisch die Phi-Tabelle der Standardnormalverteilung verwendet werden?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg

      Nein. Auch eine Verteilung auf nur−1 und 1 kann diese beiden Momente besitzen. Die Normalverteilung muss zusätzlich begründet oder als Modell vorausgesetzt werden.

    Ergebnis

    1. BegründungNein; Mittelwert 0 und Varianz 1 legen die Verteilungsform nicht fest.

Selbstcheck

Das kann ich jetzt

  • Ich lese Titel, Achsen, Einheiten und Legende.
  • Ich zeichne proportional zur angegebenen Skala.
  • Ich begründe Aussagen mit den dargestellten Daten.

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