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Symmetrie · Erklären & üben

Punktsymmetrie

Eine Figur ist punktsymmetrisch zu Z\mathsf{Z}, wenn eine Drehung um 180∘\mathsf{180^\circ} um Z\mathsf{Z} sie auf sich selbst abbildet. Zu jedem Punkt gehört der gegenüberliegende Punkt mit demselben Abstand zu Z\mathsf{Z}.

Erklärung 01

Ein gemeinsamer Mittelpunkt

Das Symmetriezentrum Z\mathsf{Z} ist der Mittelpunkt jeder Strecke zwischen einem Punkt P\mathsf{P} und seinem zugehörigen Bildpunkt P′\mathsf{P\prime}. Beide liegen auf einer Geraden durch Z\mathsf{Z}, aber auf entgegengesetzten Seiten. Ein gemeinsames Zentrum muss für die gesamte Figur funktionieren; ein einzelnes passendes Punktepaar genügt nicht.

  1. Bestimme die vorgegebene Achse oder das Zentrum.

  2. Prüfe die Zuordnung mit gleichen Abständen oder passenden Koordinaten.

Z=P+P′2\mathsf{Z=\frac{P+P\prime}{2}}

Zentrum als gemeinsamer Mittelpunkt

So geht es am Beispiel

P(1∣2)\mathsf{P(1|2)} und P′(7∣6)\mathsf{P\prime(7|6)} gehören zusammen. Berechne das mögliche Zentrum.

xZ=(1+7)/2=4\mathsf{x_Z=(1+7)/2=4}
yZ=(2+6)/2=4\mathsf{y_Z=(2+6)/2=4}

Ergebnis

Z(4∣4)\mathsf{Z(4|4)}

Erklärung 02

Welche Figuren passen nach einer halben Drehung?

Jedes Parallelogramm ist punktsymmetrisch zum Diagonalenschnittpunkt. Dazu zählen Rechteck, Raute und Quadrat. Ein Kreis ist zu seinem Mittelpunkt punktsymmetrisch. Ein nicht entartetes Dreieck ist es nicht: Bei einer halben Drehung müssten seine drei Ecken paarweise vertauscht werden; eine übrig bleibende Ecke müsste das Zentrum sein, wodurch das Dreieck entarten würde.

  1. Bestimme die vorgegebene Achse oder das Zentrum.

  2. Prüfe die Zuordnung mit gleichen Abständen oder passenden Koordinaten.

Drehwinkel=180∘\mathsf{\textsf{Drehwinkel}=180^\circ}

Punktsymmetrie ohne Spiegelachse

So geht es am Beispiel

Warum ist ein Parallelogramm punktsymmetrisch?

Seine Diagonalen halbieren sich gegenseitig.

Ihr Schnittpunkt ist daher für beide Paare gegenüberliegender Ecken derselbe Mittelpunkt.

Die halbe Drehung vertauscht auch die gegenüberliegenden Seiten.

Ergebnis

Das Parallelogramm ist zum Diagonalenschnittpunkt punktsymmetrisch.

Erklärung 03

Optional: Ursprung oder verschobenes Zentrum

Für eine zur Null symmetrische Definitionsmenge ist der Graph genau dann ursprungssymmetrisch, wenn f(−x)=−f(x)\mathsf{f(-x)=-f(x)} für alle zulässigen x\mathsf{x} gilt. Bei einem anderen Zentrum Z(a∣b)\mathsf{Z(a|b)} prüfst du f(a+t)+f(a−t)=2b\mathsf{f(a+t)+f(a-t)=2b} mit symmetrisch passenden Definitionswerten. Eine negative Ursprungsprüfung schließt daher ein verschobenes Symmetriezentrum nicht aus.

  1. Bestimme die vorgegebene Achse oder das Zentrum.

  2. Prüfe die Zuordnung mit gleichen Abständen oder passenden Koordinaten.

f(−x)=−f(x)\mathsf{f(-x)=-f(x)}

So geht es am Beispiel

Untersuche f(x)=x3−2x\mathsf{f(x)=x^3-2x} und g(x)=x3+1\mathsf{g(x)=x^3+1}.

f(−x)=−x3+2x=−f(x)\mathsf{f(-x)=-x^3+2x=-f(x)}
g(t)+g(−t)=(t3+1)+(−t3+1)=2\mathsf{g(t)+g(-t)=(t^3+1)+(-t^3+1)=2}

Ergebnis

f ist zum Ursprung symmetrisch; g zum Punkt (0|1).

Jetzt bist du dran

Aufgaben & Lösungen

Rechne zuerst selbst. Nutze den Platz für deinen Rechenweg und vergleiche anschließend mit der Lösung.

  1. Aufgabe 1Punktsymmetrie · basisDie Punkte P(2∣1)\mathsf{P(2|1)} und P′(6∣5)\mathsf{P\prime(6|5)} sollen einander entsprechen. Bestimme das Zentrum.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      Z((2+6)/2|(1+5)/2)=(4∣3)\mathsf{Z\left((2+6)/2\middle|(1+5)/2\right)=(4|3)}

    Ergebnis

    1. ZentrumZ(4∣3)\mathsf{Z(4|3)}
  2. Aufgabe 2Punktsymmetrie · standardWo liegt das Symmetriezentrum eines Rechtecks?Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg

      Die Diagonalen halbieren sich gegenseitig.

    Ergebnis

    1. ZentrumAm Schnittpunkt der beiden Diagonalen.
  3. Aufgabe 3Punktsymmetrie · standardIst ein gleichseitiges Dreieck punktsymmetrisch? Begründe mit dem Drehwinkel.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg

      Es wird bei 120 und 240 Grad auf sich abgebildet.

    2. Schritt 2 · Rechnung / Rechenweg

      Die für Punktsymmetrie nötige Drehung um 180 Grad liefert eine andere Figur.

    Ergebnis

    1. EntscheidungNein, trotz seiner Drehsymmetrie ist es nicht punktsymmetrisch.
  4. Aufgabe 4Punktsymmetrie · standardErgänze zum Dreieck A(1∣1)\mathsf{A(1|1)}, B(3∣1)\mathsf{B(3|1)}, C(2∣4)\mathsf{C(2|4)} sein Gegenstück bezüglich Z(4∣3)\mathsf{Z(4|3)}, sodass die gesamte Zeichnung punktsymmetrisch wird. Verbinde zugehörige Ecken durch Hilfslinien.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen

    Ergänzung

    Leere Zeichenvorlage mit vorgegebenen Achsen, Rasterlinien und Punkten; gesuchte Ergänzungen fehlen.

    Du kannst auf Papier arbeiten oder deine Zeichnung in Worten beschreiben.

    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Erklärung
      P′=2Z−P\mathsf{P\prime=2Z-P}
      A′(7∣5),B′(5∣5),C′(6∣2)\mathsf{A\prime(7|5),\quad B\prime(5|5),\quad C\prime(6|2)}

    Ergebnis

    1. ErgänzungBilddreieck A′(7∣5),B′(5∣5),C′(6∣2)\mathsf{A\prime(7|5),B\prime(5|5),C\prime(6|2)}; die Gesamtfigur aus beiden Dreiecken ist punktsymmetrisch.
  5. Aufgabe 5Punktsymmetrie · transferOptional: Prüfe f(x)=x5+x\mathsf{f(x)=x^5+x} auf Ursprungssymmetrie.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      f(−x)=(−x)5−x=−x5−x=−f(x)\mathsf{f(-x)=(-x)^5-x=-x^5-x=-f(x)}

    Ergebnis

    1. ErgebnisJa, der Graph ist zum Ursprung symmetrisch.
  6. Aufgabe 6Punktsymmetrie · transferOptional: Prüfe g(x)=x3+2\mathsf{g(x)=x^3+2} auf Ursprungssymmetrie und gib gegebenenfalls ein anderes Symmetriezentrum an.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
    Lösung & Rechenweg

    Rechenweg

    1. Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
      g(−x)=−x3+2≠−g(x)im Allgemeinen\mathsf{g(-x)=-x^3+2\ne-g(x)\quad\textsf{im Allgemeinen}}
      g(t)+g(−t)=4=2⋅2\mathsf{g(t)+g(-t)=4=2\cdot2}

    Ergebnisse & Teilantworten

    1. UrsprungKeine Ursprungssymmetrie.
    2. Anderes ZentrumZ(0∣2)\mathsf{Z(0|2)}

Selbstcheck

Das kann ich jetzt

  • Ich unterscheide eine Abbildung von einer Symmetrie der Figur.
  • Ich kann das jeweilige Verfahren an einer eigenen Zeichnung erklären.
  • Ich prüfe Voraussetzungen und begründe mein Ergebnis.

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