Erklärung 01
Zuerst innen, dann außen
Die Schreibweise bedeutet: zuerst g auf x anwenden, danach f auf das Ergebnis. g ist die innere, f die äußere Funktion.
Es handelt sich nicht um das Produkt f(x)·g(x). In f(g(x)) ersetzt du jedes Vorkommen der Eingabe in f durch den gesamten Term g(x).
So geht es am Beispiel
f(u) = u² und g(x) = x+3. Bestimme f(g(x)).
— innen.
— gesamte Eingabe quadrieren.
— Beispielwert.
Erklärung 02
Die Reihenfolge ist meist nicht vertauschbar
Für dieselben Funktionen ist g(f(x)) = x²+3. Das ist eine andere Funktion als (x+3)². Bereits eine Eingabe mit unterschiedlichen Ergebnissen beweist, dass die Verkettungen verschieden sind.
So geht es am Beispiel
Vergleiche die beiden Reihenfolgen bei x = 1.
Erklärung 03
Der Definitionsbereich muss beide Schritte erlauben
Zulässig sind genau diejenigen x aus Dg, deren Bild g(x) in Df liegt: .
Eine Wurzel verlangt einen nichtnegativen Radikanden; ein Nenner darf nicht 0 sein; beim natürlichen Logarithmus muss das Argument positiv sein. Prüfe diese Bedingungen nach dem Einsetzen.
So geht es am Beispiel
f(u) = √u und g(x) = x−2. Bestimme f∘g und seinen Definitionsbereich.
Erklärung 04
Die umgekehrte Reihenfolge kann andere Grenzen haben
Für g(f(x)) mit f(x) = √x und g(u) = u−2 entsteht √x−2. Hier gilt x ≥ 0, weil die Wurzel bereits im ersten Schritt berechnet wird.
Wenn ein zusammengesetzter Term vereinfacht wird, bleiben Ausschlüsse aus den ursprünglichen Funktionen bestehen. Kürzen darf keine zuvor unzulässige Eingabe nachträglich erlauben.
So geht es am Beispiel
f(u) = 1/u und g(x) = 1/x. Bestimme f(g(x)).
g(x) ist nur für x ≠ 0 definiert und nimmt niemals den Wert 0 an.
— vereinfachen.
— ursprünglichen Ausschluss behalten.
Erklärung 05
Eine Verkettung zerlegen
Bei h(x) = (2x−1)³ ist eine mögliche innere Funktion g(x) = 2x−1 und die äußere Funktion f(u) = u³. Eine Zerlegung ist nicht unbedingt eindeutig; sie soll die Rechenstruktur sichtbar machen.
Jetzt bist du dran
Aufgaben & Lösungen
Rechne zuerst selbst. Nutze den Platz für deinen Rechenweg und vergleiche anschließend mit der Lösung.
Aufgabe 1Verkettung von Funktionen · Einstiegf(u) = 2u und g(x) = x−1. Bestimme f∘g und den Wert bei x = 3.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 2Verkettung von Funktionen · Einstiegf(u) = u² und g(x) = 2x. Berechne beide Verkettungen.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 3Verkettung von Funktionen · Standardf(u) = √u und g(x) = 3−x. Bestimme f∘g samt Definitionsbereich.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 4Verkettung von Funktionen · Standardf(u) = 1/u und g(x) = x²−4. Bestimme f∘g samt Definitionsbereich.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 5Verkettung von Funktionen · Standardf(u) = ln u und g(x) = x+1. Bestimme f∘g und den Definitionsbereich.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 6Verkettung von Funktionen · StandardZerlege h(x) = (5x+2)⁴ in eine innere und eine äußere Funktion und setze sie zur Probe zusammen.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 7Verkettung von Funktionen · StandardFür f(u) = u+1 und g(x) = x² berechnet jemand f(g(2)) als f(2)·g(2) = 12. Korrigiere.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Aufgabe 8Verkettung von Funktionen · Vertiefungf(u) = 1/u und g(x) = 1/(x−2). Bestimme f∘g mit Definitionsbereich.Aufgabe öffnenAufgabe einklappen
Lösung & Rechenweg
Rechenweg
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
g ist nur für x ≠ 2 definiert; g(x) ist dort nie 0.
Ergebnis
- Rechnung und Ergebnis
- Schritt 1 · Rechnung / Rechenweg
Selbstcheck
Das kann ich jetzt
- Ich wende die innere Funktion zuerst an.
- Ich setze den ganzen inneren Term ein.
- Ich prüfe beide Definitionsbedingungen und erhalte ursprüngliche Ausschlüsse.
AT Academy · Version 2026-10-21
